Kurz gesagt: Wer KPM Berlin Porzellan verkaufen möchte, sollte nicht allein auf das bekannte blaue Zepter achten. Modell, Form, Bemalung, Entstehungszeit, Künstler, Zustand, Seltenheit und Nachfrage bestimmen den möglichen Wert.
Bei einem Nachlass oder einer größeren Porzellansammlung sollten alle Stücke vor einer Haushaltsauflösung gemeinsam geprüft werden. So lassen sich wertvolle Einzelobjekte von häufigem Gebrauchsporzellan trennen.
Was ist KPM Berlin?
KPM steht für Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin. Die Manufaktur ist für handwerklich gefertigte Porzellane, klassische Formen und aufwendige Handmalerei bekannt. Zum Sortiment gehören Service, Vasen, Figuren, Schalen, Teller, Dosen, Leuchter, Tierplastiken, Ansichtenporzellan und Künstlereditionen.
Wie erkennt man KPM Porzellan?
Das bekannteste Zeichen ist das kobaltblaue Zepter auf der Unterseite. Zusätzlich können Reichsapfelmarken, Modellnummern, Formnummern, Malerzeichen, Dekornummern, Presszeichen, Jahreskennzeichnungen und handschriftliche Vermerke vorhanden sein.
Zeptermarke und Reichsapfel
Die Zeptermarke ist ein wichtiger Ausgangspunkt, aber kein alleiniger Wertnachweis. Ihre Gestaltung veränderte sich im Lauf der Zeit. Bei dekoriertem KPM-Porzellan kann zusätzlich ein Reichsapfel erscheinen. Beide Zeichen sollten gemeinsam mit Form, Dekor, Modellnummer und Zustand dokumentiert werden.
Welche KPM-Stücke können wertvoll sein?
Besonders prüfenswert sind handbemalte Vasen, Vasenpaare, Berliner Ansichten, Veduten, historische Figuren, seltene Tiermodelle, große Figurengruppen, Tafelservice, Kurland in besonderen Ausführungen, Künstlerporzellan, limitierte Editionen und signierte Sonderstücke.
Welche Faktoren bestimmen den Wert?
Entscheidend sind Modell, Entstehungszeit, Bemalung, Künstler oder Designer, Seltenheit, Zustand, Vollständigkeit, Provenienz und Nachfrage. Ein häufiges weißes Einzelteil wird anders bewertet als eine große handbemalte Vase oder ein seltenes vollständiges Service.
Schäden und Reinigung
Relevante Schäden sind Haarrisse, Abplatzungen, Glasurrisse, fehlende Teile, beschädigte Ränder, alte Klebungen, Restaurierungen, Goldabrieb und Bereibungen der Malerei. Scheuermittel, Spülmaschine, starkes Reiben und eigene Klebeversuche sollten vermieden werden.
Fotos für eine erste Einschätzung
Hilfreich sind Gesamtaufnahme, Vorder- und Rückseite, Unterseite mit Zepter und Reichsapfel, Modellnummern, Bemalungsdetails, Schäden und Maße. Bei Services sollte zusätzlich die Stückzahl der Teller, Tassen, Kannen, Schalen, Terrinen, Platten und Vorlegeteile erfasst werden.
Einzelstück oder Sammlung verkaufen?
Ein Einzelverkauf kann bei hochwertigen Figuren und Vasen sinnvoll sein. Ein Gesamtverkauf bietet schnelle Abwicklung, weniger Verpackungsaufwand und mehr Diskretion. Vor einem Gesamtverkauf sollten seltene Einzelstücke und zusammengehörende Gruppen erkannt werden.
Direktankauf oder Auktion?
Ein direkter Ankauf bietet konkrete Preisvereinbarung, direkte Zahlung, geringe Außenwirkung und diskrete Übergabe. Eine Auktion kann sich für besonders seltene und stark gesuchte Einzelstücke eignen, bringt aber Provisionen, Wartezeit, Transport und öffentliche Präsentation mit sich.
KPM Berlin Porzellan in Karlsruhe verkaufen
Eine Bewertung ist in Karlsruhe, Durlach, Rüppurr, Ettlingen, Baden-Baden, Bruchsal, Rastatt, Pforzheim, Rheinstetten und Stutensee möglich. Weitere hilfreiche Beiträge: Meissen, KPM oder Rosenthal und Porzellan Ankauf Karlsruhe.
Fazit
KPM Berlin Porzellan sollte vor dem Verkauf vollständig geprüft werden. Nicht die Marke allein, sondern Modell, Bemalung, Seltenheit, Zustand und Vollständigkeit entscheiden über den Wert.